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Johannes Pistorius: Deutscher Meister im Jungendoppel 3 Freystädter auf dem Podest bei der Badminton DM in Lübeck

300 Spieler aus 16 Landesverbänden kämpften in Lübeck über drei Turniertage um die Deutsche Meisterschaft. Mit im Aufgebot des Bayerischen Badminton-Verbands waren die Nachwuchstalente des TSV Freystadt Johannes Pistorius, Philipp Serby, Florian Waffler, Joey Lissel und Johanna Reinhardt, die alle in der Altersklasse U15 starteten. Bei seiner ersten Deutschen Meisterschaft gewann U15-Nationalspieler Johannes Pistorius etwas überraschend den Titel im Jungendoppel, Philipp Serby/Florian Waffler errangen als Außenseiter die Bronzemedaille. Im Einzel belegte Johannes Pistorius den 5. Platz.

Mit  unterschiedlichen Erwartungen waren die Freystädter nach Lübeck angereist, um sich mit den besten Badmintonspielern Deutschlands zu messen. Johannes Pistorius hatte sich als Jahrgangsjüngerer (!) in allen drei Disziplinen qualifiziert. Aufgrund seiner Platzierungen bei den deutschen Ranglistenturnieren in Berlin, Hamburg und Darmstadt erhoffte er sich mindestens einen Podestplatz. Auch Florian Waffler, Nr. 6 der Deutschen Einzelrangliste, wollte seine Außenseiterchancen im Einzel und vor allem im Doppel zusammen mit Philipp Serby nutzen. Für Johanna Reinhardt und Joey Lissel war das erklärte Ziel: gut mithalten und zu mindestens die 1. Runde überstehen.
Am ersten Tag stand die Mixed-Disziplin auf dem Programm. Johannes Pistorius war mit seiner hessischen Partnerin Annika Dörr auf Platz 2 gesetzt. Nach Freilos in Runde 1 trafen sie auf ihre Nationalmannschaftskameraden Dominic Scherpen, Linda Effler. In einem hektischen Spiel verloren Pistorius/Dörr knapp mit 18:21 und 19:21 Punkten und mussten vorzeitig die Segel streichen. Für Joey Lissel/ Johanna Reinhardt kam ebenfalls in der 2. Runde  das vorzeitige Aus. Eine Runde weiter schafften es Florian Waffler mit Annika Oliva (Bayreuth), sie verloren im Viertelfinale gegen die Hamburger Marc Flato/Franziska Volkmann mit 14:21 und 17:21 Punkten. Während im Einzel Johanna Reinhardt bereits im ersten Spiel gegen die spätere Halbfinalistin Franziska Volkmann unterlag, konnten Joey Lissel, Florian Waffler und Johannes Pistorius die erste Runde überstehen.
Johannes Pistorius gewann gegen Joey Lissel im vereininternen Duell klar in zwei Sätzen, Florian Wafller schied entgegen überraschend nach hartem Dreisatzmatch aus. Im Viertelfinale stieß Johannes Pistorius wiederholt auf Dominic Scherpen, den er vor zwei Monaten noch schlagen konnte. Johannes Pistorius kam leider nie richtig ins Spiel und verlor gegen den späteren Deutschen Meister in zwei Sätzen.
Die abschließende Doppelkonkurrenz wurde dann zum absoluten Turnierhighlight aus Freystädter Sicht. Johannes Pistorius zusammen mit Fabian Roth (BAW) erreichte problemlos das Viertelfinale. Mit einem souveränen 2-Satzsieg gegen die an Nummer 6 gesetzten Hamburger Flato/Förtsch zogen sie ins Halbfinale ein. Eine Top-Leistung zeigten auch Philipp Serby/Florian Waffler. Nach einem klaren Sieg gegen die Südwestdeutschen Meister Klein/Schwing trafen sie auf die hoch favorisierten Scherpen/Krienen. In einem kampfbetonten Spiel setzten sich die Freystädter mit 21:15 und 22:20 überraschend durch. Nun kam es zum vereinsinternen Halbfinale. Diese Partie  entschieden Johannes Pistorius/Fabian Roth mit 21: 16 und 22:20 Punkten für sich. Zu einem echten Krimi gestaltete sich das anschließende Finale gegen die Top gesetzten Marc Lamsfuss/ Marc Byerly (NRW). Schnell lagen die Freystädter mit 1:12 im ersten Satz zurück, es sah lange nach einem „Abschuss“ aus. Mit zunehmenden Spielverlauf kamen Pistorius/Roth immer besser ins Spiel auch wenn der erste Satz mit 14:21 Punkten verloren ging. Den 2. Satz dominierten Pistorius/Roth. Ihrem harten Schmash-Spiel  konnten die NRW-ler wenig entgegen setzen. Mit 21:13 gewannen sie den 2. Satz. Auch im 3. Satz konnten Pistorius/Roth den Druck aufrechterhalten und   gewannen gegen die Jahrgangsälteren mit 21:15 Punkten und damit die Deutsche Meisterschaft. Die Bronzemedaille ging an Philipp Serby/Florian Waffler, ein Ergebnis, das sicherlich niemand vorausgesagt hatte. Während für die Freystädter jetzt das Aufbautraining für die kommende Saison beginnt, bleibt für Johannes Pistorius wenig Zeit zur Regeneration. Am kommenden Mittwoch reist er mit der U15-Nationalmannschaft nach Belgien zu den 8 nations. Dieses Turnier gilt als inoffizielle Europameisterschaft, die besten 8 europäischen Schülermannschaften bestreiten dieses Turnier. Als Favoriten gelten Dänemark, England und Holland. Für Johannes Pistorius gilt es, weitere internationale Erfahrung zu sammeln.